
Dieses Zitat, das auf Benjamin Franklin zurückgehen soll, bringt das Thema auf den Punkt! Nichts ist wichtiger als die Zukunft! Die Vergangenheit ist vorbei, die Gegenwart ein Augenblick. Es ist daher Hauptaufgabe der Politik vorauszuschauen und langfristig für Frieden, Wohlstand und Sicherheit zu sorgen. Und das geht am besten, durch Investition in die wichtigste Ressource unseres Landes: Kinder.
Ich setze mich ein, für ideologiefreie und bedarfsorientierte Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz. Das bedeutet in erster Linie, dass das einzelne Kind im Vordergrund stehen soll und kein Einheitsbrei für alle. Es bedarf unterschiedliche Angebote, die Fähigkeiten und Talenten entsprechen und diese weiter fördern. Leider mangelt es in Rheinland-Pfalz bereits an den „Basics“. Im Bildungsranking steigt unser Bundesland immer weiter ab. Aus allen Ecken des Landes hört man von Lehrermangel und enormen Investitionsbedarf an Schulen. Auch Gewalt an Schulen ist ein ernstzunehmendes Thema - nicht nur bei Schülern untereinander, sondern auch gegen Lehrer. Diese Probleme müssen wir endlich ernst nehmen und priorisiert angehen. Denn gestellte Weichen in der Bildungspolitik zeigen erst viele Jahre später Ergebnisse. Deshalb ist es wichtig, dass wir JETZT beginnen.
Ein riesiges Problem, das den Unterricht massiv behindert, ist mittlerweile die Sprachbarriere. Studien zeigen auf, dass bis zu einem Drittel der Vorschulkinder kaum bis kein Deutsch beherrschen. Das führt nicht nur zu massivem Problemen im Unterricht, sondern stigmatisiert die Kinder bereits von Beginn an. Die CDU RLP möchte deshalb die Sprachförderung deutlich ausweiten. Mit einer verpflichtenden Sprachstandserhebung soll der Förderbedarf frühzeitig erkannt und individuell angegangen werden - mit qualifiziertem Personal, alltagsintegrierten Sprachprogrammen und der festen Einbindung der Eltern.

Den Lehrermangel wollen wir durch mehr Planstellen und Vertretungspools beheben. Dabei machen wir den Beruf der Lehrerin bzw. des Lehrers wieder so attraktiv, dass sich junge Menschen bewusst dafür entscheiden und bereits ausgebildete Fachkräfte nicht mehr in Nachbarbundesländer abwandern, weil dort aktuell deutlich bessere Bedingungen herrschen. Wir erleichtern zudem den Quereinstieg aus anderen Berufen. Dem Sanierungsstau begegnen wir mit einer Investitionsoffensive für Schulgebäude: Klassenräume, Turnhallen, Schulsportanlagen und Mensen werden saniert und modernisiert.
Weil Bildung nicht nur Werte braucht, sondern auch vermittelt, stehen wir für Leistung, Verantwortung und Zusammenhalt. Deshalb wollen wir verbindliche Leistungsstandards und nachvollziehbare Prüfungen. Das heißt auch: KlareNotengebung statt Abschaffung des Sitzenbleibens und des Leistungsprinzips. Fördern und Fordern gilt für alle: Unterstützung für Kinder mit Lernrückständen, Förderung für Hochbegabte sowie verlässliche Bildungsangebote für alle. Die Chancen, die uns Digitalisierung und insbesondere Künstliche Intelligenz bringen, müssen genutzt werden, ohne dass wir uns blind auf sie verlassen und die Risiken ausblenden. Um die Stärke unserer Wirtschaft wieder abbilden zu können, bedarf es eines Fokus auf MINT-Fächer. Bei Schülerinnen und Schülern gleichermaßen soll hierfür mehr Begeisterung geweckt werden.

Egal ob Lehre oder Studium, unsere Wirtschaft setzt auf hervorragend gebildete und ausgebildete Fachkräfte, die ihre tägliche Arbeit gut beherrschen. Die Stigmatisierung, die das Handwerk erlebt, muss enden! Von einigen politischen Strömungen wird zu sehr wert darauf gelegt, dass jede und jeder studieren muss. Das ist nicht nur Unsinn, sondern gefährlich. Für den Einzelnen, wie für die Gesellschaft. Mit Praktika und einem „Tag des Handwerks“ in Schulen, einer Modernisierung der Berufsschulen, dem kostenfreien Meister und der Unterstützung bei der Unternehmensgründung soll diesem Trend entgegengewirkt werden.
Auch in den rheinland-pfälzischen Hochschulen knirscht es. Die Universität Mainz ist bereits deutschlandweit berühmt für verfallene Gebäude und ihre linksradikale Szene. Dabei sollen Hochschulen ein Ort des Lernens und der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit sein. Mit einem Sanierungsprogramm und einer verlässlichen Grundfinanzierung durch mehrjährige Zielvereinbarungen schaffen wir mehr Autonomie für unsere Hochschulen und schaffen Raum für das, was wesentlich ist: Forschung, Lehre, Wissenschaft. Viele kluge Köpfe studieren und lehren hier. Das soll nicht unnötig erschwert werden. Wichtig ist auch ein höherer Praxisbezug der Hochschulen: durch eine intensivere Kooperation mit regionalen Unternehmen, mehr praxisorientierte Lehrstühle und eine Ausweitung dualer Studienangebote. Auch eine Hochschule für angewandte Wissenschaften soll dabei schrittweise zu einer rein dualen Hochschule ausgebaut werden.